KUNSTSTOFFTRAGETASCHE.INFO

Ist ein Beitritt zur freiwilligen Selbstverpflichtung zur Verringerung von Kunststofftragetaschen noch möglich?

Ja, ein Beitritt ist jederzeit möglich. Die Beitrittserklärung finden Sie im Downloadbereich.

Warum ist es sinnvoll, der Selbstverpflichtung beizutreten?

Viele Unternehmen verlangen inzwischen ein Entgelt für Tragetaschen oder verzichten ganz auf deren Abgabe, ohne dass sie sich explizit an der Initiative beteiligen. Es ist jedoch sehr wichtig, dass alle handelnden Unternehmen der Selbstverpflichtung beitreten und auch an der Erhebung teilnehmen. Ein hoher Repräsentationsgrad führt zu besseren Ergebnissen über den Verbrauch von Tragetaschen. Die Wirkung der Selbstverpflichtung kann dadurch valide beziffert werden.

Wie viel kostet die Teilnahme?

Die Höhe des Teilnehmerbeitrags richtet sich nach der in 2015 abgegebenen Stückzahl von Kunststofftragetaschen. Kleine und mittlere Unternehmen sind dabei von einer Beitragszahlung ausgenommen. Eine Staffelung der Beträge führt zu einer angemessenen Umverteilung der Kosten auf alle Unternehmen.

Welche Unternehmen können der Vereinbarung beitreten?

Alle Unternehmen, die ihren Kunden Tragetaschen anbieten oder angeboten haben, können der freiwilligen Selbstverpflichtung beitreten. Dies gilt unabhängig davon, aus welchem Material die Tragetaschen bestehen.

Wann werden Daten zur Bestimmung der tatsächlich abgegebenen Kunststofftragetaschen erhoben?

Von Juli bis Oktober 2016 lief die erste Erhebungswelle für die Vergleichszahlen 2015, im ersten Quartal 2017 werden die Angaben zu 2016 abgefragt. Ein Jahr später erfolgt voraussichtlich die Erhebung für 2017 usw.

Werden die Ergebnisse der Erhebungen veröffentlicht?

Ja, die Ergebnisse der Erhebungen werden im Bereich Aktuelle Zahlen auf dieser Webseite veröffentlicht. Die Berichte enthalten keine Daten zu einzelnen Unternehmen, sondern nur zusammengefasste Ergebnisse.

Wo finde ich weitere Informationen zur Selbstverpflichtung?

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite www.kunststofftragetasche.info oder direkt über die GVM (www.gvmonline.de) und den HDE (www.einzelhandel.de).

Wie viele Unternehmen beteiligen sich an der Initiative zur Verringerung von Kunststofftragetaschen?

348 Unternehmen beteiligen sich an der freiwilligen Selbstverpflichtung (Stand 11/2016). Es sind Unternehmen aus allen Vertriebsschienen und unterschiedlicher Größe, vom kleinen Buchhändler bis zum international agierenden Lebensmittelhändler. Eine vollständige Liste finden Sie hier.

Warum fallen Papiertragetaschen nicht unter die Vereinbarung?

Die Vereinbarung bezieht sich auf die Änderung der EU-Richtlinie 94/62/EG. Diese sieht nur eine Verringerung von Kunststofftragetaschen vor.

Warum wurde eine Selbstverpflichtung getroffen?

In Deutschland werden bereits heute pro Kopf weniger Tragetaschen verbraucht, als es die EU-Richtlinie bis Ende 2019 vorgibt (nur noch 90 Tragetaschen pro Einwohner und Jahr). Dazu hat im Wesentlichen die freiwillige Bezahlpflicht für Tragetaschen im deutschen LEH beigetragen, die in den 1970er Jahren eingeführt wurde. Diese Erfahrung zeigt, dass eine freiwillige Selbstverpflichtung ein wirkungsvolles Instrument ist, die auch den Verbraucher und seine Bedürfnisse miteinbezieht.

Was unterscheidet die Bezahlpflicht von einer Steuer?

Im Unterschied zu einer Steuer ist die Teilnahme an der Selbstverpflichtung freiwillig.

Wie hoch ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftragetaschen?

2012 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftragetaschen in Deutschland bei 76 Tragetaschen (lt. GVM, 2013). EU-weit lag der Verbrauch deutlich höher, nämlich bei 198 pro Einwohner. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland nur noch 68 Tragetaschen pro Kopf und Jahr verbraucht (siehe Aktuelle Daten und Erhebungen)

Welche Alternativen gibt es für eine Kunststofftragetasche?

Eine Auflistung der Alternativen siehe hier.

Welche Tragetaschen sind von der Selbstverpflichtung betroffen?

Die EU-Richtlinie sieht vor, dass der Verbrauch von Kunststofftragetaschen verringert wird, die eine Foliendicke unter 50 μm haben. Damit dürfen weiterhin „sehr leichte“ Tragetaschen und Beutel kostenlos ausgegeben, die z. B. aus Hygienegründen in der Obst- und Gemüseabteilung zur Verfügung gestellt werden oder auch solche, die eine Foliendicke über 50 μm und damit sehr widerstandsfähig sind. Diese „dicken“ Tragetaschen können gut häufig wiederverwendet werden und fallen deswegen nicht unter die EU-Regelung. Die Selbstverpflichtung hingegen zielt darauf ab, den Verbrauch aller Kunststofftragetaschen unabhängig ihrer Folienstärke zu verringern.

Wohin geht das Geld für die Tragetaschen?

Jedes Unternehmen kann selbst entscheiden, wohin es den Betrag leitet, der für die Kunststofftragetaschen eingenommen wird. Viele Unternehmen entscheiden sich dafür, einen Beitrag für Umweltprojekte zu leisten oder interne Projekte zu fördern.

Warum kosten die Tragetaschen unterschiedlich viel?

Das Kartellrecht in Deutschland verbietet eine Preisabsprache. Jegliche Einigung würde diesem Recht widersprechen, daher werden die Beiträge von den Unternehmen selbst festgelegt.